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    Was ist das Sichtfeld (FOV)?

    Das Verständnis des Sichtfelds ist grundlegend für die CCTV-Planung. Erfahren Sie, wie FOV die Abdeckung, Objektivauswahl und die Gesamteffektivität des Systems beeinflusst.

    Was ist das Sichtfeld (FOV)?

    Das Sichtfeld ist der Winkelbereich dessen, was eine Kamera sehen kann. Gemessen in Grad bestimmt das FOV, ob ein Objektiv ein Weitwinkel-, Standard- oder Teleobjektiv ist. Ein 2,8mm-Objektiv an einem 1/3"-Sensor hat ein ~110° horizontales FOV, während ein 50mm-Objektiv am gleichen Sensor nur ~5,7° FOV hat.

    Wichtige Punkte:

    • Weiteres FOV: Zeigt mehr Fläche, aber mit weniger Detail
    • Engeres FOV: Zeigt weniger Fläche, aber mit mehr Detail (Zoom-Effekt)
    • Beeinflusst durch: Brennweite, Sensorgröße und Entfernung

    Wie das Sichtfeld funktioniert

    Das FOV wird mittels Trigonometrie berechnet. Die Lichtstrahlen, die in das Kameraobjektiv eintreten, bilden eine Kegelform. Der Winkel an der Spitze dieses Kegels ist Ihr Sichtfeld. Ein weiteres Objektiv erzeugt einen breiteren Kegel; ein engeres Objektiv erzeugt einen schmaleren Kegel.

    Stellen Sie sich eine Person in einem Raum vor: Wenn Sie geradeaus mit fixiertem Blick schauen, ist Ihr FOV eng. Wenn Sie den Kopf drehen und das periphere Sehen nutzen, wird Ihr FOV breiter. Ein Kameraobjektiv funktioniert auf die gleiche Weise.

    Brennweite erklärt

    Die Brennweite ist der Abstand (in Millimetern) vom optischen Zentrum des Objektivs zum Kamerasensor. Kürzere Brennweiten (2,8mm, 3,6mm) erzeugen weiteren Sichtfelder. Längere Brennweiten (25mm, 50mm) erzeugen engere, stärker herangezoomte Sichtfelder.

    BrennweiteFOV-KategorieTypische Verwendung
    2,8-3,6mmWeitwinkel 90+ GradGroßflächige Abdeckung, Einzelhandel
    4-8mmStandard 45-90 GradAllgemeine Abdeckung
    12-25mmTele 15-45 GradGroße Entfernungen, Identifikation
    35-50mmStarkes Tele unter 15 GradExtremer Zoom, Kennzeichen

    Wie die Sensorgröße das FOV beeinflusst

    Die Sensorgröße beeinflusst das Sichtfeld erheblich. Ein 2,8mm-Objektiv an einem 1/3"-Sensor (4,8mm breit) erzeugt ein weiteres FOV als das gleiche Objektiv an einem 1/2"-Sensor (6,4mm breit). Größere Sensoren erfassen einen weiteren Winkel bei gleicher Brennweite.

    Deshalb werden kleinere Sensoren (1/3") häufig in Sicherheitskameras verwendet -- sie ermöglichen eine breitere Abdeckung mit kürzeren, günstigeren Objektiven. Größere Sensoren (2/3", 1") werden eingesetzt, wenn Schärfentiefe oder Leistung bei schwachem Licht entscheidend sind.

    Praktische FOV-Beispiele

    Beispiel 1: Eingang eines Einzelhandelsgeschäfts

    Um einen 6 Meter breiten Ladeneingang aus 3 Metern Entfernung abzudecken, benötigen Sie ein ~110° FOV. Mit einem 1/3"-Sensor bietet ein 2,8mm-Objektiv genau dies. Dies ermöglicht die Gesichtserkennung eintretender Kunden.

    Beispiel 2: Parkplatz-Perimeter

    Die Überwachung eines Parkplatzes von einem Mast erfordert eine Sichtweite von über 30 Metern. Ein 25mm-Teleobjektiv an einem 1/3"-Sensor bietet ~15° FOV und ermöglicht eine detaillierte Kennzeichenerfassung.

    Beispiel 3: Lagerhaus-Ecke

    Zur Überwachung einer Lagerhausecke von der Deckenhöhe bietet ein 3,6mm-Objektiv an einem 1/3"-Sensor ~90° FOV und deckt Gänge ab, während tote Winkel vermieden werden.

    FOV berechnen

    Das FOV wird mittels Trigonometrie berechnet:

    FOV = 2 × arctan(Sensorbreite / (2 × Brennweite)) × (180 / π)

    Wobei die Sensorbreite in mm und die Brennweite in mm angegeben wird

    Zum Beispiel mit einem 1/3"-Sensor (4,8mm Breite) und 3,6mm-Objektiv:

    FOV = 2 × arctan(4,8 / (2 × 3,6)) × (180 / π) = 73°

    Verwenden Sie unseren interaktiven FOV-Rechner, um das exakte FOV für jede Sensor- und Brennweitenkombination zu bestimmen.

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